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Weltrekord in wiedereröffnungen nach einem Großbrand

Am 11. Juni 2022 brach bei der Schrauben- und Eisenwarenfirma Wovar in Groningen ein Großbrand aus. Jetzt, eine Woche nach dem Brand, wird das Unternehmen in einem neuen, angemieteten Gebäude etwas weiter die Straße hinunter wiedereröffnet.

Schwarzer Tag

Jesse Keizer, der 27-jährige Geschäftsführer von Wovar, sagt dazu: "Zuerst war ich völlig am Boden zerstört. Wie konnte das passieren, dachte ich immer wieder. Ausgerechnet unser Verwaltungsgebäude mit Hauptlager und vor allem mitten in der Hochsaison. Glücklicherweise gab es keine Verletzten und blieben die beiden Zweigstellen verschont. Später las ich, dass sogar ein Heißluftballon wegen des Brandes notlanden musste. Zum Glück ging das gut aus."

Der Tag danach

Jesse erklärt: "Am Sonntag hatten wir bereits ein Treffen mit Vertretern unserer Versicherungsgesellschaft. Ich hatte bereits eine Menge Hilfe um mich versammelt. Meine Partner Vince Haak und Justin Meppelink waren seit Samstagabend in Bereitschaft. Wenn wir schnell ein neues Gebäude finden würden, könnten wir mit etwa einem Drittel des Angebots weitermachen, sagten wir. Dieser Gedankengang kam bei den Versicherern gut an. Wir hatten sofort Kontakt zu Immobilienmaklern und über Social Media kamen eine Handvoll Möglichkeiten für Geschäfträume vorbei. Wir wollten schnell weitermachen, keine Kunden verlieren, das war unsere Devise."

Großer Jubel

Keizer fährt fort: "Am Montagmorgen, während meiner Ansprache an alle Mitarbeiter, erhielt ich einen Anruf von einem Immobilienmakler, der mir mitteilte, dass wir sofort ein Gebäude mieten können, das 300 m von unserem alten Standort entfernt liegt. Alle Mitarbeiter fingen sofort an zu jubeln. Ein großer Moment. Eine Stunde später bekam ich den Schlüssel. Von diesem Moment an ließen wir unsere bereits eingeplanten Morgen- und Abenschichten weiterlaufen. Zusammen mit dem Büropersonal wurden Regale gekauft, Lagergänge gestaltet, Verpackungsmaterial geholt und alle anderen Materialien bestellt. Auch Lastwagen und Autos fuhren auf und ab, um Materialien an den neuen Standorte zu bringen. Wir waren von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang im Einsatz. Ein enormer Teamgeist und Zusammenarbeit. So ist es gelungen, 300 Regale aufzustellen und mehr als 1000 Produkte ab heute wieder bestellbar zu machen. "

Wieder geöffnet

Über die Wiederöffnung sagt er: "Wenn es einen Weltrekord in Wiedereröffnungen nach einem Großbrand gäbe, sollten wir ihn bekommen, meinte die Versicherungsgesellschaft. Als wir den Webshop wieder einschalteten, ging innerhalb einer halben Stunde eine Bestellung ein. Ein tolles Gefühl! Leider haben wir keinen Ausstellungsraum mehr. Zusätzlich zur Lieferung ins Haus werden wir bald auch wieder die Möglichkeit zur Abholung anbieten. Wir werden auch weiterhin Produkte hinzufügen, die noch fehlen. Viele Artikel stehen uns schnell wieder zur Verfügung, andere importierten wir selbst, was bedauerlicherweise insgesamt etwa 6 Monate dauern kann. Auf jeden Fall ist dies ein großartiges Stück Teamarbeit aller unseren Mitarbeiter und Leute um uns herum."

Hilfe aus allen Ecken

Jesse fasst zusammen: "Es ist wirklich beeindruckend, wie viel Hilfe wir von Unternehmen und anderen Geschäftleuten in Groningen bekommen haben. Vom kostenlosen Torten vom Bäcker bis zu Gabelstaplern vom Nachbarn. Wir haben sogar ein Firmenschild für das neue Gebäude geschenkt bekommen. Diese große Unterstützung gab uns viel Energie, um weiterzumachen. Es war eine bizarre Woche, die ich nie vergessen werde. Und bevor ich vergesse, wir suchen noch die Leute, die mit dem Heißluftballon notlanden mussten. Wir möchten ihnen eine neue Fahrt anbieten. Das ist das Wenigste, was wir tun können."

Wovar existiert seit 2017 und liefert alle Arten von Schrauben, Bolzen und anderen Eisenwaren in mehr als 8 verschiedene Länder in Europa.

 

Jesse Keizer, Vince Haak en Justin Meppelink